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Archiv für die Kategorie „Design“

Stühle aus Rattan sind zeitlos schön

Bequeme Sitzmöbel sind in jedem Raum von Nutzen – egal ob im privaten Heim, einem Ladengeschäft oder einem Hotel. Stühle kommen dabei am häufigsten zum Einsatz. Sie sind sehr beliebte und funktionale Sitzgelegenheiten, die es heutzutage in den unterschiedlichsten Designs gibt. Verschiedene Materialien werden bei der Herstellung von modernen Stühlen verwendet. Holzstühle zählen zu den Klassikern und sind in facettenreichen Gestaltungen zu kaufen. Diese können beispielsweise in der Küche oder auf der Terrasse platziert werden. Gepolsterte Stühle hingegen werden gerne als gemütliche Sitzmöbel im Ess- oder Wohnzimmer genutzt. Im Garten oder im Kinderzimmer machen sich Stühle aus buntem Kunststoff am Besten. Sie sind abwaschbar, robust und sehen witzig aus. Zeitlos und immer schick sind Stühle aus Rattan. Rattan oder auch Peddigrohr nennt man ein stabiles Geflecht, welches aus Fasern des Stammes der Rattanplame produziert wird. Rattanstühle werden daher aus reinen Naturmaterialien hergestellt. Sie verleihen jeden Raum eine gemütliche Atmosphäre, zudem sind die bequemen und belastbaren Stühle aus Rattan in den vielen ästhetischen Formen zu erhalten. Bevorzugen Sie ein puristisches Design mit geraden Linien oder eher einen Look, der verspielter ist und rundere Formen aufweist? Ob mit oder ohne Armlehnen, geschwungenen Stuhlbeinen oder geraden – jedes Modell eines Rattanstuhls hat seinen besonderen Reiz. Zudem können Stühle aus Rattan mit gemütlichen Sitzkissen ausgestattet werden. Für ein festliches Essen oder eine Feier eignen sich elegante Stuhlhussen, die den Stühlen aus Rattan ganz einfach übergeworfen werden. Da Rattanstühle in so vielen verschiedenen Varianten existieren, können sie für jeden Zweck genutzt werden. Stühle aus Rattan sind tolle Esszimmerstühle. Ebenso schick und wohnlich wirken sie auf der Terasse, im Schlaf- Gäste- oder Kinderzimmer. Zudem kann ein Rattanstuhl auch als Schreibtischstuhl genutzt werden.

Designmesse Miami/Basel

Design Miamai/Basel, Quelle: achimh_flickr

Bei der Designmesse Miami Basel wurde mal wieder mächtig für Aufsehen gesorgt. Die Ausstellung im Juni war ein voller Erfolg. Über 43 Gallerien waren zu dieser Zeit auf dem Messegelände in Basel aufgebaut. Viele Künstler der heutigen Zeit hatten ihre Installationen ausgestellt. Den Hingucker schlechthin stellter der Spanier Nacho Carbonell auf. Mit seiner Installation eines Spielplatzes namens “The Playground closes at dusk” konnten auch mal die Erwachsenen auf einem ganz besonderen Spielplatz abhängen.

In den Gallerien wurde historisches als auch zeitgenössisches ausgestellt. Auch Klassiker von Le Corbusier, und Jean Prouvé waren zu sehen. Auch im Bereich des Möbeldesigns ist der aktuelle Vintagetrend angekommen, weswegen man immer wieder redesignte Möbelstücke erkennen konnte.

Auch junge Talente können auf der Messe immer wieder zeigen was sie drauf haben. Immer wieder sind der starke Einbezug von sozialdemografischen Themen zu erkennen. Auch, wie die derzeitigen Faktoren unser tägliches Miteinander beeinflussen war immer und immer wieder erkennbar.

Stark vertreten waren auch bekannte, aufstrebende italienische Talente. Das Designduo Formafantassma stellte beispielsweise tolle Kreationen von Wandteppichen aus, die die ehemaligen Kolonien in Eritrea oder Äthopien darstellten. Das Duo wurde für seine Arbeiten unter die 20 meistversprechenden Designern gewählt.

Die Design Miami ist schon seit Jahren eine beliebte Messe die immer wieder gerne besucht wird. Die Ausstellungen sind jedes Jahr aufs Neue einzigartig und haben sehr viel Vielfalt und Kreativität zu bieten. Selbst für Menschen mit wenig Verständnis von Kunst und Design ist ein Ausflug zum Messegelände in Basel immer wieder ein tolles Erlebnis! Das Messegelände ist riesig und es gibt so vieles zu sehen was man sich nicht mal im Traum ausdenken könnte. Alleine das internationale Flair auf dieser Veranstaltung ist schon mitreißend und einfach etwas ganz besonderes.

Der Designer Werner Aisslinger

Werner Aisslinger, die Ikone der deutschen Designerzunft und Mitveranstalter des Berliner Designmais, hat etwas Neues kreiert. Etwas innovatives, zugleich nützliches, kurz: ein Möbelstück, mit dem er Profit machen und gleichzeitig ein Zeichen setzen will.

Der Berliner Designer, dessen Arbeiten sogar im Museum of Modern Art und dem Fonds National d’Art Contemporain ausgestellt und mit Begeisterung zur Kenntnis genommen wurden, hat nun ein Bücherregal entworfen, dessen Material das ist, was es beherbergt: Bücher.

Werner Aisslinger, Foto: ettlabenn_flickr

Was daran so verrückt und neu ist? Nun, im Grunde liefert Aisslinger gar nicht das komplette Regal, sondern nur Aluminiumkreuze, welche die Stütze darstellen. Den Rest soll sich der Käufer nach eigenem Ermessen herstellen: mittels ausrangierter Bücher, die er zwischen den Metallkreuzen einbaut. Der Grundgedanke: Bücher sind stabil, halten damit eine Menge aus und jeder hat ein paar alte Exemplare davon zuhause. Es soll also nicht nur schön aussehen, sondern ist auf die eine oder andere Art sogar Recycling. Bücher-Recycling eben.

Natürlich verwendet Aisslinger für seine Ausstellungs- und Musterstücke keine altem Schmöker mit zerfledderten Ecken. Nein, bei ihm werden Ausgaben benutzt, die optisch etwas hermachen, beispielsweise „Vampire, Rebellen und Revolutionäre“, auf dessen Cover Che Guevara thront.

Kritiker behaupten, Aisslinger habe die „Heiligkeit der Bücher“ beschmutzt, andere vergleichen dieses Möbel-Arrangement sogar mit der Bücherverbrennung. Der Designer kann darüber nur den Kopf schütteln: solange er die Bücher nicht zerstört, sei ihm nichts vorzuwerfen, sagt er. Darüber hinaus betont Aisslinger: „Man kann das Buch danach ja sogar noch lesen!“

Dem Hype, Designobjekte zu Kunstgegenständen zu erklären, steht Aisslinger im Übrigen eher kritisch gegenüber. Zwar lehnt er es nicht grundsätzlich ab, auch Unikate und Editionen herzustellen, aber er betont, dass es äußerst schwer ist, in dieser Richtung etwas so ausgefallen zu gestalten, dass es als Kunstobjekt gilt.

Die Realstadt in Berlin

Berlin-Modell, Quelle: Markus Kolletzky_flickr

Jakob Michael Birn entwarf mit “A Question of Lust – Der Berliner Lustgarten a.d. 2057″ etwas, was sowohl einer Utopie als auch einer Dystopie gleicht. In der Ausstellung “Realstadt – Wüsche als Wirklichkeit” im ehemaligen Berliner Kraftwerk Mitte in 2010 war es nur eines der 250 ausgestellten Architekturmodelle. Für die Ausstellung wurde die Turbinenhalle des E-Werks ausgewählt – 1961 erbaut, von der aus noch während der DDR ganz Ost-Berlin mit Energie beliefert wurde.

Ein Modell zeigte Berlin im Jahr 2057 mit einem Stadtschloss als militärgraue Kaserne. Auch das Palast der Republik bleibt nicht unverändert: senkrecht aufgestellt und als verspiegeltes Hochhaus in Kupfer-Farben steht es da. Und der Alex, der Fernsehturm, geht in einer Landschaft voller Wolkenkratzer völlig verloren.

Tristan Kobler inszenierte die Standlandschaften. Hierarchisch sind sie nicht gerade. Dem Berliner Brunnenstraßen-Galeriebaus von Arno Brandhuber ist ein Entwurf des berühmten Architekten Mies van der Rohe aus dem Jahr 1921 zu betrachten. Christian Werner zeigt sich in seiner Arbeit ebenfalls als Visionär. In seinen Holzreliefs fühlt er die DDR um 1988 mit den geplanten Repräsentationsbauten nach. Um das Modell zu konstruieren brauchte man über 300 Stunden.

Ausgestellt wurden unter anderem die 55 Gewinner des “Nationalen Preises für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur”, die von dem Bundesbauministerium im Jahr 2009 ausgezeichnet wurden. Des Weiteren beschäftigten sich der Kurator Martin Heller aus Zürich sowie die freie Kuratorin Angelika Fitz aus Wien, um für weitere Modelle zu werben. Beide sprachen neben Architekturbüros auch Hochschulen und Museen an, um das alltägliche Rauschen einer Stadt abbilden zu können. Dass die Quellen für die Ausstellung ganz unterschiedlich aus zeigt neben anderen das Exponat “Zick-Zack-Hausen” von der Frankfurter Fachhochschule. Insgesamt werden Entwicklungsstudien von deutschen Städten thematisiert, die neue Wohnformen und Utopien aufkommen lassen.

 

Die Werkstätte Hagenauer in Wien

Hagenauer Jugendstil, Quelle: frankartculinary_flickr

Wien zeigt Entwürfe und Plastiken aus der traditionellen Werkstätte Hagenauer. Die Familie betrieb die Werkstätte fast ein Jahrhundert lang, von 1898 bis 1987. Nun zeigt eine Ausstellung mit Plastiken aus verschiedenen Privatsammlungen ihre Produktionsgeschichte.

Dank der kundigen Sammlerin Barbara Streisand sind Werke aus der Zeit des Jugendstils und Art Deco vorhanden. Neben Emile Gallé, Louis Majorelle, Louis Comfort Tiffany verfügt die Sängerin auch über Kunstwerke der Wiener Werkstätte Hagenauer, die im “Wagner:Werk – Museum Postsparkasse” mit etwa 200 Exponaten ausgestellt werden.

Die Hagenauers nutzen meist Holz und Metall als Material. Die Werkstätte wurde von Carl Hagenauer gegründet, der eine Ausbildung als Silberschmied, Ziseleur und Gürtel hatte. Damals wurden gewöhnliche Bronzewaren verkauft. Mit dem Jugendstil kam die Wende und weiche natürliche Linien prägten die Plastiken.

Carls Sohn Karl Hagenauer revolutionierte die Werkstätte. Der Einfluss seiner Ausbildung an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Josef Hoffmann, Metallarbeiten, und Anton Hanak, Bildhauerei, wurde deutlich spürbar. Der üppige Décor des Jugendstils wich einem neuen sachlichen Stil mit klaren und geraden Formen. In seinem Repertoire portraitierte er sogar die umstrittene als skandalös empfundene Josephine Baker. Baker trat im März 1928 in Wien auf. Bereits im Vorfeld wurde die avantgardistische Tänzerin verteufelt. Ihr Tanzstil neben der Klassik wurde als ein Tunnel zum Abgrund gesehen. Hagenauer verewigte Bake in Messing im Jahr 1929. Die Plastik ist sehr skurril und ähnelt stark einem kleinen Männchen vom Mars. Damals arbeitete der Handwerker mit Kühlfiguren. Diese waren ab Mitte der 30er Jahre passé. Die Kühlsysteme der Autos wurden nun unter Motorhauben platziert, so dass ein externer Verschluss, aus dem Hagenauer seine Figuren gestaltete, nicht mehr notwendig waren.

Mit seinem hohen künstlerischen Niveau schaffte Karl Hagenauer endgültig aus Folklore, zeitgenössische Eleganz zu schaffen. Sein Werk verdient es absolut, ausgestellt zu werden.

Die Mailänder Design Week

Design Week, Quelle: zio Paolino_flickr

Die diesjährige Mailänder Design Week, die weltweit wichtigste Möbelmesse, wird im September 2011  ausgerichtet. Dieses Jahr wird die Fiera Milan “ABITAMI” neu gezeigt und somit bekommt die “Macef” eine Nebenmesse. Die neue Messe bezeichnet sich als “Treffpunkt für Design und Dekor, Architektur und Interior Design”. Nur die besten Talente werden gezeigt. Es werden Möbel, Polstermöbel, Beleuchtung, Polsterstoffe bis Accessoires ausgestellt.

Im Vordergrund steht der internationale Wettbewerb “Creazioni Giovani”, der in Kooperation mit Artex, Centre for Artistic and Traditional Handcrafts of Tuscany stattfinden. Dabei werden junge und vor allem selbst produzierende Designer unter 35 Jahren gefördert.

Die Messe selbst ist 4 Segmente unterteilt: Tableware, Silver & Kitchenware; Bijoux, Gold, Fashion & Accesoires; Home Décor; und Gifts, Trade & Big Volume. Letztes Jahr war die Möbelmesse beeindruckend und durch die ganze Stadt verteilt. Insbesondere junge niederländische Designer konnten glänzen. Auch bemerkenswert war eine Installation in den von Filarete erbauten Klosterhöfen zu dem Thema “Wertewandel im neuen Jahrtausend”. Diese entwarfen die Designer John Pawson, Jaime Hayon und Daniel Liebeskind, und viele weitere. 2010 fielen vor allem die Sitzgelegenheiten auf. Entweder schmelzen sie, oder waren in Op-Art-Optik gebaut, so dass man keine Ruhe fand. Spannend bleibt, was dieses Jahr ausgestellt wird. Man muss sich überraschen lassen.

Wie gewöhnlich werden während der Messe vom 8. bis 11. September zahlreiche Events stattfinden. Wer nach Mailand fahren möchte, sollte vor Ort auch auf Boutiquen und Showrooms in der Stadt achten. “Made in Italy” hat eben immer noch seine alte Qualität”.

Die Serpentine Gallery im Londoner Hyde Park

Serpentine Gallery London, Quelle: hisforhan_flickr

Die Londoner Serpentine Gallery im Hyde Park ist eine künstlerische Attraktion. Jedes Jahr sucht außerdem Julia Peyton-Jones, die Direktorin der Galerie, einen internationalen Architekten aus der einen temporären Pavillon entwerfen darf, welcher dann in den Sommermonaten für Veranstaltungen und als Café genutzt wird. Dieses Jahr wurde diese Ehre dem berühmten Schweizer Architekten Peter Zumthor zu teil. Er entwirft den inzwischen 11. temporären Pavillon und möchte dort nach eigener Aussage einen „Raum für Kontemplation“ schaffen, zusammen mit dem einflussreichen niederländischen Landschaftsgärtner Piet Oudolf.

Normalerweise spricht der Architekt nicht gern ausschweifend über seine schlichten meist asketisch und kontemplativ wirkenden Bauten. Berühmte Beispiele sind das Thermalbad in Vals in der Schweiz oder die Bruder-Klaus-Kapelle in Wachendorf in der Eifel. Doch diesmal, bei seinem ersten Auftrag in Großbritannien hat er sich etwas mehr geäußert. Er wolle einen „ hortus conclusus“ schaffen, ein „Garten im Garten“, welcher versteckt im Innern des Pavillons liegt und für die Besucher nur über einen dunklen Tunnel zu erreichen ist und von Piet Oudolf angelegt wird.

Das Äußere des Pavillons wird eine schwarz verputzte Holzkonstruktion sein, die eine Bühne oder eine Art Folie für den Garten mit Blumen und Licht im Inneren ist. Man betritt den Garten durch eine der Eingänge, welche jeweils in dunklen Tunneln münden bis man dann zum Garten kommt, einen Ort „der von der Welt des Lärms und der Gerüche Londons abstrahiert ist.“ Es soll eine intensive und unvergessliche Erfahrung für die Besucher werden.